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Neue Enzyklika: Ein wichtiges Signal für einen wachsamen und kritischen Journalismus

27.05.2026

Stellungnahme des Verbandes Katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs zur Enzyklika "Magnifica humanitas. Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz" von Papst Leo XIV.

 

Neue Enzyklika: Ein wichtiges Signal für einen wachsamen und kritischen Journalismus

 

Wien, 27. Mai 2026 (VKPPÖ) In seiner Enzyklika "Magnifica Humanitas" fordert Papst Leo XIV. nicht nur wertebasierte Regeln und gesellschaftliche Kontrolle beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. - Er betont zugleich die Rolle eines kritischen Journalismus für die Gesellschaft sowie für die Kirche selbst. Ein solcher kritischer Journalismus sei wichtig, um eine "Ökologie der Kommunikation" zu fördern, d.h. eine Kommunikation, die auf Wahrhaftigkeit, Anstand und dem Einsatz für das Gemeinwohl basiert und die Transparenz und Datenschutz gleichermaßen hochhält.

 

"Der Verband Katholischer Publizistinnen und Publizisten in Österreich teilt die Sorgen des Papstes vor der tiefen Ambivalenz und der Gefährdung der Menschenwürde, die den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz innewohnt. Auch die durch KI beschleunigte Verbreitung von Fake News und die damit einhergehende Zersetzung demokratischer Strukturen stellen eine reale Gefahr dar. Zugleich möchten wir mit Papst Leo XIV. entschieden die Bedeutung eines seriösen Journalismus' für die Gesellschaft und für die Kirche unterstreichen", heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes Katholischer Publizistinnen und Publizisten in Österreich (VKPPÖ). 

 

Begrüßt wird vom VKPPÖ zudem, dass Papst Leo den Wert eines kritischen Journalismus' auch für die Kirche selbst betont hat. Auch christliche Gemeinschaften seien schließlich aufgerufen, an einer "transparenten Kommunikation und ehrlichen Suche nach Fakten" mitzuwirken. Tatsächlich aber habe man "mit Scham" erlebt, dass dies nicht immer der Fall war, so Papst Leo. - Und es seien eben solche seriösen Journalisten gewesen, die "eine wesentliche Rolle dabei gespielt [haben], Ungerechtigkeit und Missbrauch ans Licht zu bringen" - und denen die Kirche Dank schulde. "Wachsamkeit und Transparenz" seien eine "schwerwiegende Verantwortung der Kirche selbst", so der Papst, "und wir dürfen nicht darauf warten, dass andere uns zwingen, uns mit unbequemen Wahrheiten über uns selbst auseinanderzusetzen."

 

Damit unterstreiche Papst Leo nicht nur den Wert eines unabhängigen Journalismus', sondern formuliere auch einen klaren Auftrag an kirchliche Medien und einen Journalismus aus einem christlichen Ethos heraus. Der VKPPÖ abschließend: "Es braucht heute mehr denn je Medienschaffende, die - wie unsere Mitglieder - sich der Wahrheit und dem christlichen Menschenbild verpflichtet wissen, die hinschauen und Missstände benennen. So kann ein christlich inspirierter Journalismus zur vom Papst geforderten 'Entwaffnung' der KI und zum 'Schutz des Lebens im Zeitalter der künstlichen Intelligenz' beitragen."

 

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